Editorial photograph of a quiet natural stone path or river crossing between two shores, warm muted grays and greens, soft overcast light, sense of transition and passage, film grain, high-quality, calm, no people, no symbols

Über mich

Isabel Zadra sitzt entspannt mit einer Tasse in der Hand und lacht

Hallo, ich bin Isabel.

Ich habe lange nach Antworten gesucht, weil ich vieles anders erlebt habe als die Menschen um mich herum und lange nicht wusste, warum. Heute weiß ich, dass meine neurodivergente Wahrnehmung ein Teil davon ist – und dass genau diese Suche meine Art zu arbeiten geprägt hat. Ich schaue genau hin, hinterfrage vermeintliche Selbstverständlichkeiten und verbinde Perspektiven, die sonst oft getrennt bleiben. Daraus entsteht das, was ich heute am besten kann: Orientierung geben, ohne anderen vorzuschreiben, wie ihr Weg aussehen muss.

Dass ich neurodivergent bin und mein Gehirn mit AuDHS (Autismus und ADHS) anders arbeitet, weiß ich erst seit vergleichsweise kurzer Zeit. Die Unterschiede waren natürlich vorher schon da. Nur ohne Namen, ohne Einordnung und oft ohne Verständnis dafür, warum manches für mich so viel schwerer war als für andere.


Mich hat schon immer interessiert, wie Menschen denken und warum sie handeln, wie sie handeln. Vermutlich auch, weil ich selbst vieles nie so erlebt habe, wie es offenbar vorgesehen war.

Also habe ich gesucht. Sehr lange sogar.

Ich war in der Kirche, später im Buddhismus, habe mich mit Hochsensibilität beschäftigt, mich tief in Spiritualität und verschiedene Lehren hineinbewegt und irgendwann auch erlebt, wie gefährlich es werden kann, wenn Menschen auf der Suche nach Antworten an diejenigen geraten, die sehr genau wissen, wie man diese Suche für sich nutzt.

Irgendwann war ich davon so müde, dass für mich fast nur noch zählte, was sich wissenschaftlich erklären ließ.

Auch das war keine endgültige Antwort.

Mit der Zeit habe ich verstanden, dass ich mich gar nicht für eine Seite entscheiden muss.

Wissenschaftliches Wissen ist für mich wichtig. Gleichzeitig werfe ich Erfahrungswissen nicht weg, nur weil es sich nicht vollständig messen lässt. Ich kann mich mit Psychologie und unserem Nervensystem beschäftigen und trotzdem sehr ernst nehmen, was Menschen seit Jahrhunderten über Natur, Rhythmen, Körper und Bewusstsein beobachtet haben.

Vielleicht ist genau daraus meine heutige Arbeit entstanden.

Ich kenne die Suche nach Orientierung nicht nur aus Büchern oder Ausbildungen. Ich kenne sie aus dem eigenen Leben. Ich weiß, wie leicht man sich in Antworten verlieren kann, die zunächst sehr überzeugend klingen. Und ich weiß auch, wie viel sich verändert, wenn man beginnt, genauer zu prüfen: Was davon stimmt eigentlich für mich?

Heute muss ich nicht mehr jede Welt übernehmen, die mir etwas erklären kann. Ich kann zwischen ihnen stehen, hinsehen und verbinden, was tatsächlich hilfreich ist.


A serene wooden desk in a quiet studio, the surface neatly arranged with an open linen-bound journal, a softly glowing ceramic desk lamp, and a single smooth river stone placed as a paperweight. Outside the large window, a hint of forest canopy is visible in soft blur, branches forming an organic frame. Late afternoon natural light filters in, creating gentle highlights on the journal’s textured pages and subtle shadows around the stone. Photographic realism, shot at eye level with a shallow depth of field, creating an intimate, reflective mood that suggests thoughtful mentoring and inner orientation without showing any people.

Was meine Arbeit verbindet

Was meine Arbeit verbindet, ist keine einzelne Methode und auch kein bestimmtes Thema. Es ist die Art, wie ich auf Menschen und Situationen schaue.

Ich suche fast immer nach dem größeren Zusammenhang. Ich bleibe selten bei dem stehen, was auf den ersten Blick sichtbar ist. Mich interessiert, was darunter liegt, was mit hineinwirkt, welche Bedingungen etwas geprägt haben und welche Perspektive bisher vielleicht niemand gesehen hat.

Genau deshalb passen für mich Themen zusammen, die von außen sehr unterschiedlich wirken können: Neurodivergenz, Mentoring, Systeme, Natur, persönliche Entwicklung oder auch meine ehrenamtliche Arbeit. Der gemeinsame Nenner ist für mich der Mensch im Kontext.

Ich kann weit genug zurücktreten, um Muster zu erkennen, und gleichzeitig nah genug bleiben, damit aus einem Menschen kein Fall, keine Diagnose und kein Problem wird.

Vielleicht hat mich auch meine eigene Suche genau darin geschult. Ich bin durch sehr unterschiedliche Erklärungswelten gegangen, habe vieles ausprobiert, manches geglaubt, anderes verworfen und einiges später noch einmal neu betrachtet. Dabei habe ich auch erlebt, wie verführerisch einfache Antworten sein können und wie schnell man sich selbst verliert, wenn man unbedingt irgendwo hineinpassen möchte.

Heute interessiert mich weniger, wer die eine richtige Antwort hat.

Mich interessiert, was wirklich trägt.

Was einem Menschen hilft, sich selbst besser zu verstehen. Was in einem System verändert werden müsste, damit nicht immer nur der Einzelne sich anpassen muss. Und was sichtbar wird, wenn man lange genug hinschaut, ohne vorschnell zu urteilen.

Orientierung bedeutet für mich deshalb nicht, jemandem den Weg vorzugeben.

Es bedeutet, das Gelände wieder sichtbar zu machen.

Manchmal reicht genau das, damit etwas, das jahrelang falsch, schwer oder verwirrend war, plötzlich Sinn ergibt.

Arbeitsfelder

Oilements

Eine eigene Welt, in der Natur, Selbstwahrnehmung, Körper und psychologisches Wissen zusammenkommen.

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Vielfalt des Denkens

Neurodivergenz und Neuroinklusion als gesellschaftliche Frage — wie Systeme funktionieren, in denen unterschiedliche Menschen Platz haben.

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Mentoring

Persönliche Begleitung an Klarheit und Orientierung — keine Methode von der Stange, sondern echte Arbeit am Erkennen von Zusammenhängen.

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Vorträge & Impulse

Öffentliche Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Mensch, System und Veränderung.

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Schreiben & Bücher

Blogartikel, Newsletter und Bücher — der Ort, an dem meine Gedanken Raum bekommen.

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Podcast

Gedanken ausführlicher entwickelt, als es soziale Medien je zulassen.

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Moderne Druidin

„Moderne Druidin“ beschreibt für mich weniger eine Rolle als eine bestimmte Haltung.

Ich bin stark naturverbunden und interessiere mich für Rhythmen, Zyklen und für das Wissen, das Menschen über lange Zeiträume aus Beobachtung und Erfahrung entwickelt haben. Gleichzeitig bin ich skeptisch gegenüber Behauptungen, die nur deshalb wahr sein sollen, weil sie alt, spirituell oder geheimnisvoll klingen.

Ich prüfe gern. Ich hinterfrage. Und ich möchte verstehen, was hinter einer Beobachtung tatsächlich steckt.

Deshalb interessieren mich genauso Psychologie, Neurobiologie, Nervensystem und wissenschaftliche Erkenntnisse. Ich sehe darin keinen Widerspruch. Vieles, was Menschen früher beschrieben haben, lässt sich heute anders erklären oder genauer einordnen. Anderes bleibt Erfahrung und darf auch als solche benannt werden.

Das „modern“ ist mir deshalb genauso wichtig wie die „Druidin“. Ich möchte weder zurück in eine romantisierte Vergangenheit noch in eine spirituelle Parallelwelt. Mich interessiert, was uns heute hilft, Menschen und Leben etwas genauer zu verstehen.

Wenn du das Gefühl hast, dass wir miteinander reden sollten — tu es.

Kein Formular voller Pflichtfelder, kein Verkaufsgespräch. Nur ein Anfang.